JUGOSLAWIENKRIEGE

Slobodan Milosevic gilt als Drahtzieher für schwerste Verbrechen in vier Jugoslawienkriegen, die zwischen 1991 und 1999 die ehemaligen jugoslawischen Republiken Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und die südserbische Provinz Kosovo verwüstet haben.

TOTE, VERWUNDETE, VERTRIEBENE
Die Zahl der Toten im Kroatien-Krieg (1991-1995), den Milosevic angeblich zum "Schutz der serbischen Minderheit" anzettelte, wird auf 25.000 geschätzt. Die Zahl der Verwundeten liegt um ein Vielfachen höher. Hunderttausende wurden vertrieben.

TODESLAGER UND MASSENMORDE
Noch blutiger war der Krieg in Bosnien-Herzegowina (1992-1995), wo die Serben 31 Prozent der Bevölkerung stellten. Die Zahl der Toten dort wird auf 200.000 geschätzt. 2.4 Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlasen.
Nach der Eroberung der ost-bosnischen Stadt Srebrenica im Juli 1995 - damals "UN-Schutzzone" - transportierten die Serben 8.000 muslimische Männer ab, die wahrscheinlich ermodert wurden.

Schließlich das zu 90 Prozent von Albanern bewohnte Kosovo: Nach jahrelanger Unterdrückung begann im Februar 1998 die systematische Vertreibung von Albanern, die ein Jahr später eine Intervention der NATO auslöste. Hunderttausende von Albanern flohen während des Krieges, die Zahl der Toten ist unklar. Inzwischen wurden mehrere Massengräber entdeckt.


 

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