Heimspiel im Ruhrstadion

Im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes „Heimspiel Bochum – Gemeinsam Blau Weiß“ hat das Fanprojekt Bochum in Kooperation mit dem VfL Bochum 1848 vom 6. bis 9. Juli eine Projektwoche in der Stadtwerke Bochum Lounge am Vonovia Ruhrstadion durchgeführt. Die Projektwoche fand dabei mit 20 Jugendlichen aus verschiedenen Wohngruppen der Evangelischen Stiftung Overdyck statt. Während die vorhergegangenen Veranstaltungen teilweise digital stattgefunden haben, freuen wir uns, dass das Projekthighlight unter den aktuellen Bedingungen der CoronaSchVO wieder in Präsenz stattfinden konnte.


In den vier Tagen konnten die jungen Teilnehmenden eine Vielzahl an wertwollen Kompetenzen erlernen, wobei bei allen Einheiten immer der Spaß im Vordergrund stand. So soll den Teilnehmenden auf der einen Seite ihre Heimatstadt Bochum nähergebracht werden und verschiedene Bereiche ebendieser erkundet werden, während weiterhin auch soziale Kompetenzen verfeinert und die Jugendlichen gleichzeitig auf das Berufsleben vorbereitet werden sollten.


Vor diesem Hintergrund hat das Fanprojekt Bochum für die Projektwoche ein buntes Programm gestrickt, was den Jugendlichen sichtlich Freude bereitet hat. Die Tage waren dabei immer zweigeteilt. Während am Vormittag eine Workshopeinheit auf dem Programm stand, war der Nachmittag nach dem gemeinsamen Mittagessen für sportliche Aktivitäten reserviert. So konnten die Jugendlichen in der besonderen Atmosphäre der Stadtwerke Bochum Lounge in den Workshops der Jugendberufsagentur beispielsweise die ursprünglich erlernten Berufe aktueller und ehemaliger Profifußballer*innen kennenlernen. Dabei kamen mitunter recht überraschende Ergebnisse zustande. Wer hätte gewusst, dass Lothar Matthäus beispielsweise eine Ausbildung zum Raumausstatter absolviert hat?


Aber nicht nur die Berufsausbildungen von Fußballprofis standen im Fokus. Auch die Arbeit der vielen Menschen um die Spieler herum wurde im Rahmen der Projektwoche näher beleuchtet, sodass die Jugendlichen die Gelegenheit hatten mit verschiedenen Mitarbeitern des VfL Bochum 1848 zu sprechen und sich beispielsweise Bereiche wie Küche, Marketing oder Vertrieb näher erklären zu lassen. Ein Besuch im Stadion wäre ohne eine Stadionführung natürlich unvollständig, sodass diese selbstverständlich nicht fehlen durfte und die Jugendlichen unter der fachkundigen Leitung von VfL Volunteer Frank eine Führung durch die heiligen Hallen des Vonovia Ruhrstadions erleben durften. Dabei waren auch Fotos im Presseraum auf dem Platz möglich, wo vor kurzem noch Thomas Reis bei der Aufstiegspressekonferenz von seinen Spielern feuchtfröhlich unterbrochen wurde. Die in der Stadionführung gewonnenen Einblicke konnten die Teilnehmenden am letzten Tag dann direkt wieder beim Fotoworkshop mit Andreas Molatta nutzen. Dort galt es unter Anleitung möglichst schöne Fotos in den verschiedenen Bereichen des Stadions zu schießen. Fotos, in denen sich Teile des Stadions in Pfützen gespiegelt haben, standen hierbei ganz hoch im Kurs.


Über den gesamten Zeitraum der Projektwoche war die Ausstellung „Flucht, Migration und Fussball“ des Kölner Fanprojekts in den Räumlichkeiten der Stadtwerke Bochum Lounge ausgestellt, welche von den Jugendlichen in den Pausen erkundet werden konnte. So konnten die Jugendlichen die unterschiedlichen Fluchtbiographien von aktuellen und ehemaligen Spielern wie Alphonso Davies, Neven Subotic oder Falco Götz näher betrachten. Bei den sportlichen Einheiten am Nachmittag haben sich an den ersten drei Tagen Fußball und Basketball abgewechselt. Dafür konnten wir mit Andreas Krüger über die VfL Fußballschule und Michael Minnerop von den VfL AstroStars zwei kompetente Experten gewinnen, die es mit viel Empathie und Freude geschafft haben, die Jugendlichen zu neuen Höchstleistungen anzuspornen und die gemeinsamen Sporteinheiten zu echten Erlebnissen gemacht haben.


Am Freitagnachmittag stand dann noch einmal ein Tapetenwechsel an und der gesamte Tross der Projektwoche hat sich in Richtung Stadtpark in Bewegung gesetzt. Dort Stand die Stadtparkrallye an, wo sich die Teilnehmenden an einer Vielzahl an Sportarten und Spielen ausprobieren konnte. Das vielfältige Angebot reichte dabei von klassischen Ballsportarten wie Fußball, Volleyball, Football oder Tischtennis bis hin zu Trendspielen wie Wikingerschach, Spikeball oder Klask. Und auch für Pausen zwischen den unterschiedlichen Aktivitäten war gesorgt, sodass die Jugendlichen bei Bedarf eine Pause auf den mitgebrachten Bänken und Picknickdecken einlegen konnten. Zum Abschluss des Stadtparkbesuchs stand dann noch eine flotte Partie Minigolf an, ehe der nächste Programmpunkt, eine Eisdiele in der Innenstadt, auf der Tagesordnung stand. Auch dieser Punkt wurde wieder, getreu dem Ziel Bochum besser kennen zu lernen, zu Fuß angesteuert. Nach dem Eis stand als Tagesabschluss noch der Besuch des Union Kinos im Bermudadreieck an, welches die Sommerkino Saison wieder aufnehmen konnte. Hier hatten die Jugendlichen einen kompletten Kinosaal für sich und konnten bei Popcorn und Softdrinks noch einmal die vergangen Projektwoche Revue passieren lassen ehe ein bildgewaltiger Blockbuster für den endgültigen Abschluss einer rundum gelungenen Projektwoche sorgte.






Der Originalbeitrag erschien auf:


Fanprojekt Bochum - Heimspiel im Ruhrstadion (fanprojekt-bochum.de)